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Veranstaltungen in der Villa Brahms

Aktuelle Termine

Brahms-Festival
© Musikhochschule Lübeck
Sonntag, 03.05.2020 | 11:00 Uhr
Brahms-Festival
Brahms ringt um Fassung
Matinée

Info

»Ich kann meinen Wein trinken, wo ihn Beethoven getrunken hat«, so schwärmt der 29-jährige Johannes Brahms in seinem ersten Brief aus Wien im November 1862. Brahms ist begeistert von der musikalischen Tradition der Donaumetropole, Beethoven dabei der zentrale Bezugspunkt. Im 29. Brahms-Festival »Ganz Ohr!« steht der Jubilar Ludwig van Beethoven ebenso im Fokus wie sein Bewunderer Johannes Brahms, der vielen sogar als der ›legitime Erbe‹ Beethovens galt.

Am 3. Mai findet erstmals eine Matinée des Festivals im Brahms-Institut statt: In »Brahms ringt um Fassung« geht es um das genaue Hinhören, um die Wahrnehmung der Unterschiede zwischen der Früh- und der Spätfassung des Klaviertrios op. 8 von Johannes Brahms. Denn sein H-Dur-Trio ist zugleich das früheste und späteste Klaviertrio des Komponisten. Aus den Jahren 1854 und 1889 liegen zwei höchst unterschiedliche Fassungen vor, von denen heute im Allgemeinen die Spätfassung aufgeführt wird. Äußerst selbstkritisch veränderte Brahms sein Frühwerk, das im Alter von gerade mal 20 Jahren entstanden war. Es gibt nicht viele Fälle in der Musikgeschichte, in denen die Korrektur des eigenen Schaffensprozesses so gut nachvollzogen werden kann. Prof. Dr. Christoph Flamm nimmt in seiner Moderation die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer an die Hand, wenn es darum geht, die feinen Unterschiede ebenso zu verstehen wie die offenkundigen Differenzen zwischen den beiden Fassungen.

Wie bereits 2018 kooperiert die MHL für dieses Projekt mit dem Conservatorio della Svizzera italiana. Studentische Trios aus Lugano und Lübeck erarbeiten die beiden verschiedenen Versionen und lassen diese im Brahms-Festival erklingen.

Weitere Informationen zum Brahms-Festival 2020 sowie die komplette Programmübersicht erhalten Sie hier.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Klaviertio Nr. 1 H-Dur op. 8 (in zwei Fassungen)


Mitwirkende:

Irene Di Matteo (CSI), Alexandra Suhr (MHL) Violine

Arianna Di Martino (CSI), Florian Schmitt (MHL) Violoncello

Cecilia Facchini (CSI), Jakob Linowitzki (MHL) Klavier

Prof. Dr. Christoph Flamm Moderation


Eintritt: 11 / 8 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (10:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Brahms-Festival
© Musikhochschule Lübeck
Donnerstag, 07.05.2020 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
»Es war einmal…«
Zuhören I

Info

Wir können bis über beide Ohren verliebt sein, die Ohren auf Durchzug schalten oder ganz Ohr sein. Schon im Mutterleib erwacht das Ohr, ist ständig auf Empfang. Und wer hören kann, muss fühlen: Musik kann uns zu Tränen rühren, uns aber auch irritieren. Was kann man nicht alles hören! Brahms hörte den »Riesen Beethoven« hinter sich marschieren: nur ein Bild oder eine Klanghalluzination? Im Beethoven-Jahr 2020 widmet sich das 29. Brahms-Festival also ganz dem Ohr, sprich: dem Hören.

In den Nachmittags-Konzerten in der Villa Brahms geht es dabei speziell ums »Zuhören«. Am 7. Mai steht eine besondere Hör-Situation im Mittelpunkt: Das Märchen-Hören, das Prof. Dr. Wolfgang Sandberger in seiner Moderation aus dem Blickwinkel der Musikwissenschaft betrachtet. »Es war einmal…« heißt das Programm mit narrativen Kompositionen von Schumann, Brahms, Janáček und Medtner. Es musizieren herausragende Studierende der MHL.

Weitere Informationen zum Brahms-Festival 2020 sowie die komplette Programmübersicht erhalten Sie hier.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Balladen op. 10

I. Andante »Edward-Ballade«


Leoš Janáček (1854 – 1928)

Pohádka


Nikolai Karlowitsch Medtner (1880 – 1951)

»Märchen – Skazki« op. 34 Nr. 4

»Märchen – Skazki« op. 14 Nr. 2

»Märchen – Skazki« op. 51 Nr. 3

»Märchen – Skazki« op. 35 Nr. 4


Robert Schumann (1810 – 1856)

»Märchenbilder«
Mitwirkende:

Valeria Baden, Koki Nishida Klavier

Lise Guérin Viola

Rebecca Falk Violoncello

und weitere Studierende der MHL

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Eintritt: 11 / 8 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (16:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Brahms-Festival
© Musikhochschule Lübeck
Freitag, 08.05.2020 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Zwischen den Zeilen
Zuhören II

Info

Wir können bis über beide Ohren verliebt sein, die Ohren auf Durchzug schalten oder ganz Ohr sein. Schon im Mutterleib erwacht das Ohr, ist ständig auf Empfang. Und wer hören kann, muss fühlen: Musik kann uns zu Tränen rühren, uns aber auch irritieren. Was kann man nicht alles hören! Brahms hörte den »Riesen Beethoven« hinter sich marschieren: nur ein Bild oder eine Klanghalluzination? Im Beethoven-Jahr 2020 widmet sich das 29. Brahms-Festival also ganz dem Ohr, sprich: dem Hören.

In den Nachmittags-Veranstaltungen in der Villa Brahms geht es dabei speziell ums »Zuhören«. Das Konzert »Zwischen den Zeilen« thematisiert die subtilen Bezüge zwischen Ludwig van Beethoven und Robert Schumann, die Prof. Dr. Wolfgang Sandberger in seiner Moderation näher beleuchtet. So z. B. zitiert Schumann im ersten Satz seiner C-Dur-Fantasie op. 7 »Nimm sie hin denn, diese Lieder« aus dem Beethoven-Zyklus »An die ferne Geliebte«. Herausragende Studierende der MHL stellen die beiden Werke am 8. Mai in der Villa Brahms vor.

Weitere Informationen zum Brahms-Festival 2020 sowie die komplette Programmübersicht erhalten Sie hier.


Programm:

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

»An die ferne Geliebte« op. 98

I. Auf dem Hügel sitz ich spähend

II. Wo die Berge so blau

III. Leichte Segler in den Höhen

IV. Diese Wolken in den Höhen

V. Es kehret der Maien, es blühet die Au

VI. Nimm sie hin denn, diese Lieder


Robert Schumann (1810 – 1856)

Fantasie C-Dur op. 17

I. Durchaus phantastisch und leidenschaftlich vorzutragen

II. Mäßig. Durchaus energisch

III. Langsam getragen. Durchweg leise zu halten


Mitwirkende:

Jorma Marggraf Klavier

und weitere Studierende der MHL

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Eintritt: 11 / 8 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (16:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Brahms-Festival
© Musikhochschule Lübeck
Sonntag, 10.05.2020 | 17:00 Uhr
Brahms-Festival
Augenhören – Zwischenwelt
Zuhören III

Info

Wir können bis über beide Ohren verliebt sein, die Ohren auf Durchzug schalten oder ganz Ohr sein. Schon im Mutterleib erwacht das Ohr, ist ständig auf Empfang. Und wer hören kann, muss fühlen: Musik kann uns zu Tränen rühren, uns aber auch irritieren. Was kann man nicht alles hören! Brahms hörte den »Riesen Beethoven« hinter sich marschieren: nur ein Bild oder eine Klanghalluzination? Im Beethoven-Jahr 2020 widmet sich das 29. Brahms-Festival also ganz dem Ohr, sprich: dem Hören.

Eine besondere Position nimmt hier der Komponist Helmut Oehring ein, der zum Brahms-Festival nach Lübeck kommen und mit den Studierenden ein Programm erarbeiten wird. Als Sohn gehörloser Eltern setzt er sich in seinen Kompositionen immer wieder mit dem Phänomen der Gehörlosigkeit auseinander. In seiner eindrucksvollen Autobiografie Mit anderen Augen. Vom Kind gehörloser Eltern zum Komponisten beleuchtet er die sinnlichen, sozialen und fachlichen Aspekte des Hörvermögens. Im Gegensatz zu Beethoven, dessen Hörsinn sich mehr und mehr verschlechterte, entdeckte Oehring im Kindesalter, dass er selbst nicht gehörlos war. Erst mit vier Jahren lernte er die Artikulation mit Sprechstimme.

Studierende der MHL bringen am 10. Mai in der Villa Brahms unter dem Titel »Augenhören – Zwischenwelt« Werke von Beethoven, Brahms, Schönberg und Oehring zu Gehör. Der Komponist Helmut Oehring liest Auszüge aus seiner Autobiografie.

Weitere Informationen zum Brahms-Festival 2020 sowie die komplette Programmübersicht erhalten Sie hier.


Programm:

Helmut Oehring (*1961)

KLEEmusik

Der Vogel, weiß

Melencolia I

Traum, Prolog, Nacht

PHILIPP

Solo aus: »MEERE« für Bassklarinette

»LIVE (leb oder stirb)« (Auszug)

2 Sonette aus der Oper »AscheMOND«

»Come not near« (Auszug)

»LEUCHTER« (aus: »kurz im Müll gestochert«)

»Die Stille stürzt«


Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

I. Moderato cantabile molto espressivo


Johannes Brahms (1833 – 1897)

»Die Meere« op. 20 Nr. 3 (Auszug)


Arnold Schönberg (1874 – 1951)

»Mondestrunken« aus Pierrot Lunaire op. 21



Mitwirkende:

Pauline Kringel, Tania Renz, Rafaela Otto, Meian Han, Anna Reitnauer, Sophie Kampa, Kolja Martens, Theresa Nitzsche, Xioafang Zhao, Johannes Pietruska, Natalie Helgert, Changhyun Yun Gesang

Celina Denden, Milad Kuhpai, Kolja Martens, Helmut Oehring Sprecher

Sophie Kockler Bassklarinette

Marco Cegarra Oboe

Augustinus Eidukonis Klavier

Dorothea Schupelius Violine

Margreta Haefer Violoncello

Clara Kaschel Flöte

Anna Paulova Klarinette

Emilie Dupont Viola


Eintritt: 11 / 8 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (16:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
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